Projekt Schwarzes Land
Ausstellung „Schwarzes Land“
Projektträger: Kreisvolkshochschule Holzminden
Seit den Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts haben sich verschiedene Institutionen, vor allem der Heimat- und Geschichtsverein für Landkreis und Stadt Holzminden e.V., der bis dahin in Vergessenheit geratenen Geschichte der Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus im Landkreis Holzminden mit Forschungen, Veröffentlichungen, Anlage von Erinnerungsstätten oder Führungen angenommen.
Im Rahmen verschiedener Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose und mit Leader+ konnte in den letzten Jahren durch die Kreisvolkshochschule ein Lehrpfad, ein Informationspavillon und eine Ausstellungsbaracke erstellt werden und das ehemalige Lager zu einer Erinnerungsstätte ausgebaut werden.
In der Baracke der Erinnerungsstätte Lenner Lager wird seit September 2009 die Dauerausstellung „Zwangsarbeit für die Rüstung im Nationalsozialismus“ gezeigt, die durch Leader ermöglicht wurde. Diese Ausstellung beinhaltet die Geschichte der Rüstungsprojekte der Jahre 1943-45 im Raum Eschershausen und die Entstehung der Erinnerungsstätte. Es werden die Lebensumstände in den Lagern der Region sowie der Umgang mit der Erinnerung nach 1945 dokumentiert. Die Ausstellung steht Gruppen für Führungen zur Verfügung und kann nach Voranmeldung bei der Kreisvolkshochschule Holzminden besichtigt werden.
Die Erinnerungsstätte Lenner Lager ist seit Ende 2009 durch die Niedersächsische Gedenkstättenstiftung in die Reihe der offiziellen Gedenkstätten in Niedersachsen aufgenommen worden.
Neben der Erinnerungsstätte Lenner Lager ist der Friedhof, unweit des Ortes Holzen gelegen, die zentrale Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Landkreis Holzminden. Hier sind die Todesopfer verschiedener Nationalitäten des Rüstungskomplexes und aus Lagern in ganz Südniedersachsen begraben.



