Was ist LEADER
LEADER ist ein europäisches Förderprogramm, das auch in Niedersachsen umgesetzt wird und der Entwicklung ländlicher Räume dient.
Seit 1991 erprobt die EU mit der Gemeinschaftsinitiative LEADER diesen gebietsbezogenen Entwicklungsansatz.
LEADER steht für "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).
Es gab bisher 3 Förderphasen: LEADER I von 1989 bis 1993, LEADER II von 1993 bis 1999 mit den Thema "Wasser schützen, Wasser nutzen“ und LEADER+ von 2000 bis 2007. Die aktuelle Förderphase läuft von 2007 bis 2013.
In Niedersachsen wurden 32 LEADER-Gebiete ausgewählt. Im Unterschied zur vorherigen Förderphase gibt es kein spezielles LEADER-Programm mehr, sondern LEADER wird als Methode der Entwicklung ländlicher Räume betrachtet. Dies hat zur Folge, dass das Förderspektrum für das LEADER-Gelder eingesetzt werden können, sehr viel enger ist als in der Vergangenheit.
Wichtig für die LEADER-Methode sind folgende Aspekte:
Der Gebietsbezogene Ansatz bedeutet, dass für ein klar abgegrenztes Gebiet ein Entwicklungskonzept umgesetzt werden muss.
Der Bottom-Up-Ansatz bedeutet, dass das Entwicklungskonzept unter Beteiligung von Wirtschafts- und Sozialpartnern, Kommunen und der Bevölkerung erarbeitet werden soll. Damit soll erreicht werden, dass die REK (regionalen Entwicklungskonzepte) die Entwicklungsansätze identifizieren, die für die Region angemessen sind. Außerdem soll auf diese Weise bewirkt werden, dass die Menschen die Entwicklung der Region selbst mit in die Hand nehmen.
Der integrierte Ansatz bedeutet, dass alle Bereiche der Entwicklung miteinender in Beziehung gesetzt werden sollen und nicht ein Entwicklungsbereich oder ein Sektor isoliert betrachtet und bearbeitet wird.
Die LAG, die Lokale Aktionsgruppe, ist ein Entscheidungs- und Aktionsgremium, das wenigstens aus 50% Wirtschafts- und Sozialpartnern bestehen muss. Die LAG entscheidet über die Verwendung der LEADER-Gelder, die jedem Gebiet für den Zeitraum von 2007 bis 2013 zur Verfügung stehen.
Die Partnerschaft bedeutet, dass sowohl öffentliche und private Einrichtungen miteinander kooperieren wie auch die unterschiedlichen Ebenen der Verwaltungen.
Die Kooperation: darunter versteht man die Kooperation verschiedener Gebiete miteinander, entweder regional, national oder international.
Die Vernetzung bedeutet, dass die Akteure einer Region sich untereinander vernetzen und/oder sich auch mit Akteuren anderer Regionen vernetzen und austauschen.
Zur Unterstützung der Vernetzung und Kooperation gibt es die Deutsche Vernetzungsstelle, die auch eine Fülle von Informationen zur Verfügung stellt.
